– Aktuelle Ereignisse 2026 –

23.03.2026

Meeresschutzgebiet Geltinger Bucht – Auswirkungen auf Steinberghaff

Neue Schutzzone als Ersatz für einen Nationalpark Ostsee
In der Geltinger Bucht entsteht eines der neuen Meeresschutzgebiete, das als zentraler Bestandteil des Aktionsplans Ostseeschutz gilt. Dieser Maßnahmenkatalog wurde vor zwei Jahren von der schwarz-grünen Landesregierung beschlossen, nachdem der ursprünglich geplante Nationalpark Ostsee aufgrund großer Widerstände nicht umgesetzt wurde.
Die neue Schutzzone erstreckt sich von der Flensburger Außenförde bis zur Schleimündung und soll Tiere und Pflanzen im Meer langfristig besser schützen.

Strenges Fischereiverbot in der gesamten Zone
In allen streng geschützten Bereichen gilt ein komplettes Fischereiverbot. Besonders der Landesfischereiverband kritisierte diese Entscheidung, da viele Fischer – vor allem jene im Nebenerwerb – nur in einem begrenzten Radius arbeiten können und nicht einfach weiter draußen fischen dürfen.
Um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern, stellt das Land jährlich 400.000 Euro bereit. Im Gegenzug sollen die Fischer ökologische Daten erfassen, Müll sammeln oder andere Umweltleistungen erbringen.

Auswirkungen auf Steinberghaff und umliegende Orte
Traditionelle Fischerorte wie Steinberghaff, Norgaardholz, Habernis und Ohrfeldhaff sind durch das neue Schutzgebiet vollständig von der Fischerei ausgeschlossen. Auch viele Angeltouristen, die bisher die Geltinger Bucht besucht haben, werden dadurch fernbleiben.
Zwar bleibt Strandangeln weiterhin erlaubt, doch die Einschränkungen im Wassersport nehmen zu. Motorboote müssen langsamer fahren, um Lärm zu reduzieren. Zudem strebt das Umweltministerium des Landes beim Bund ein Fahrverbot von November bis März für die Schutzgebiete an.

Ursachen des schlechten Ökosystems bleiben bestehen
Während die Fischerei stark eingeschränkt wird, bleiben andere, seit Jahrzehnten bekannte Belastungen der Ostsee weiterhin bestehen. Dazu zählt insbesondere das Einleiten von Dünger und Nährstoffen über die Haberniser Au und die Lippingau – ein Problem, das maßgeblich zur Überdüngung und zum schlechten ökologischen Zustand der Ostsee beiträgt.
Viele Anwohner und Kenner der Region kritisieren daher, dass die eigentlichen Hauptursachen nicht ausreichend angegangen werden.

Steinberghaff im Wandel
Für Steinberghaff bedeutet das neue Meeresschutzgebiet einen tiefgreifenden Wandel. Der Ort verliert einen Teil seiner traditionellen Nutzung, gewinnt jedoch gleichzeitig an Bedeutung als Natur- und Erholungsraum.
Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich die Maßnahmen auf die Ostsee, die regionale Wirtschaft und das ökologische Gleichgewicht auswirken.


07.02.2026

Bald großer Salzwassereinbruch?

Wasserstand der Ostsee auf historischem Tiefstand

Die Ostsee ist ein Binnenmeer und auf Salzwassereinbrüche aus der Nordsee angewiesen. Gerade sind die Chancen dafür außergewöhnlich gut: Der lange andauernde Ostwind lässt den Wasserstand der Ostsee auf den tiefsten Stand seit 1886 sinken.

Eine außergewöhnlich lang anhaltende Ostwindlage hat den mittleren Wasserstand der Ostsee seit Anfang Januar auf einen historischen Tiefstand sinken lassen. Messungen am schwedischen Pegel Landsort-Norra zeigten Werte, die so niedrig seien wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1886, teilte das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) mit. Forscher sprachen von einer seltenen ozeanografischen Ausgangssituation für einen möglichen großen Salzwassereinstrom aus der Nordsee in die Ostsee.

Laut IOW sind „derartige Einströmungsprozesse die einzige Möglichkeit, um das Tiefenwasser mit frischem Sauerstoff zu versorgen – ein Glücksfall für die aufgrund ihrer natürlichen Gegebenheiten ökologisch besonders gefährdete Ostsee“.

Die Ostwinde drückten in den letzten Wochen große Wassermengen aus der Ostsee durch die Meerengen der Beltsee zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden in Richtung Nordsee. Nach aktuellen IOW-Berechnungen fehlen der Ostsee dadurch zurzeit rund 275 Kubikkilometer Wasser im Vergleich zum langjährigen Mittel. Am 5. Februar wurde am Pegel Landsort-Norra ein Tagesmittelwert von mehr als 67 Zentimetern unter dem langjährigen mittleren Wasserstand gemessen.

Salzwassereinbruch sehr wahrscheinlich

Bereits Ostsee-Füllstände von 20 Zentimetern unter dem mittleren Meeresspiegel gelten in der Ozeanographie als eine gute Voraussetzung für das Auftreten großer Salzwassereinbrüche aus der Nordsee in die Ostsee. „Nach den hier bei uns am IOW berechneten Zeitreihen zu Salzwassereinstrom-Ereignissen in die Ostsee liegt die Wahrscheinlichkeit aktuell bei 80 bis 90 Prozent“, erklärt Michael Naumann, einer der Koordinatoren des IOW-Langzeitbeobachtungs-Programms.

Sollte der Einstrom tatsächlich jetzt erfolgen, hätte das nach Angaben der Forscher gleich zwei Effekte, die für die tiefen Ostseebecken von Bedeutung wären. „Kaltes Wasser kann deutlich mehr Sauerstoff aufnehmen als warmes und würde damit – bezogen auf sein Volumen – überdurchschnittlich viel Sauerstoff in die tiefen Becken transportieren. Außerdem könnte ein Einstrom ausreichender Intensität die seit rund zwei Jahrzehnten anhaltend erhöhten Tiefenwassertemperaturen in den zentralen Ostseebecken beenden“, hofft Volker Mohrholz, stellvertretender Leiter der IOW-Abteilung Physikalische Ozeanographie.
Quelle:https://www.n-tv.de/wissen/Wasserstand-der-Ostsee-auf-historischem-Tiefstand-id30333277.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


03.02.2026

Der Wintersturm hat Steinberghaff weiterhin im Griff, die Küste vereist zunehmend.

Dieser Winter wird sich, wenn das so weiter geht, hier einreihen: Wetterdaten der strengen Winter seit 1916

weiter Bilder gibt es auf unserer INSTAGRAM Seite zu sehen


Der Januar 2026 war gegenüber den letzten Jahren, ein wirklicher Winter-Monat, mit einem Wintersturm, viel Schnee und einem unerbittlichen, sehr starken und kalten Ostwind an mehr als 17 Tagen. Die Durchschnittstemperaturen im Januar waren 0,5 ° Celsius, in den letzten Jahren lang die Durchschnittstemperaturen bei 3 ° Celsius.
Hier ein paar Impressionen:

 


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